Kurz erklärt:

Das Lichtenberger Institut wendet vielseitige und praxisorientierte Messmethoden an, die im Besonderen Sängern bei der Ausübung ihrer Kunst zu Gute kommen. Hierbei geht es gerade nicht darum, mit einer vorgefassten These über den Klang einer Stimme eine Untersuchung durchzuführen, sondern im Gegenteil vorurteilsfrei die Stimme als organische Funktion zu begreifen und ihren Klang und ihre Schwingungen sorgfältig zu analysieren. Dies kann aufgrund der hohen körperlichen Belastungen, denen Sänger bei ihren Auftritten ausgesetzt sind, für diese von ganz praktischem Erkenntniswert sein, der zu einer Verbesserung ihrer Gesundheit und ihrer Gesangskunst beitragen kann.

Hierbei werden systematische Untersuchungen an möglichst vielen Testpersonen vorgenommen, um ein möglichst solides Fundament für die Testergebnisse vorweisen zu können. Symptomatische Beschwerden werden hierbei bewusst erfasst. Mit Hilfe der langjährigen Messreihen konnte beispielsweise nachgewiesen werden, dass mental trainierte Testpersonen signifikant weniger Gesundheitsschäden aufwiesen als diesbezüglich untrainierte Probanden. Zudem müssen die Sänger im Feldversuch Fragebogen zur Eigenwahrnehmung ausfüllen, die mit der Fremdwahrnehmung, z. B. von Jurys, systematisch verglichen werden. Der nicht seltene Gegensatz von Eigen- und Fremdwahrnehmung konnte hierbei in diversen Fällen herausgearbeitet werden und trug zur Selbsterkenntnis und zur persönlichen und künstlerischen Weiterentwicklung des betreffenden Sängers bei.

Über die Physiologie soll der Sänger den eigenen Kehlkopf kennen- und fühlen lernen. Hierbei geht es nicht um die Verbesserung konventioneller Gesangstechniken, sondern vor allem um eine Verbesserung der individuellen Wahrnehmungsfähigkeit des Probanden. Das Institut ist sehr am Erkenntnisgewinn interessiert, weshalb es sich gerade deswegen nicht als Lehr-, sondern als Forschungsinstitut definiert. Hierbei fühlt sich das Institut Spitzentenören genau so verpflichtet wie Hobbysängern, da sein Ansatz beiden Gruppen helfen kann, die eigene Gesundheit zu schonen und den individuellen Gesang zu verbessern. Das Institut steht hierbei für ein geduldiges und kontinuierliches Vorgehen. Es verspricht keine schnellen Erfolge, sondern nachhaltige. Praktisches Erleben und theoretischer Vortrag sind hierbei keine Gegensätze, sondern sie ergänzen sich und sind wichtige Bestandteile der Seminare des Instituts.